Norddeutschland zur letzten Eiszeit

Eiszeiten in Norddeutschland

978-3-14-100753-4 | Seite 4 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 2.000.000
Norddeutschland zur letzten Eiszeit |  | Eiszeiten in Norddeutschland | Karte 4/3

Informationen

Während des Höhepunktes der Weichsel-Eiszeit, des letzten großen Eiszeitalters in Nordeuropa, waren die östliche Hälfte von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und große Teile Brandenburgs vor rund 22 000—21 000 Jahren von einer mächtigen Eisschicht bedeckt. Man nennt diese Phase auch Brandenburger Stadium. Die Eisrandlage (die Stirn des Inlandgletschers) verlief in Schleswig-Holstein etwa entlang einer Linie von Flensburg über Schleswig, Hamburg (östlich der Elbe) und Ratzeburg. Vor etwa 13 000 Jahren war die gesamte Ostseeküste schon wieder eisfrei.
Zu den bemerkenswertesten Relikten, die die Weichsel-Eiszeit hinterlassen hat, gehören die zahlreichen Seen in der Holsteinischen Schweiz. Vor dem Eisrand breiteten sich ausgedehnte Sanderflächen aus. Das Elbtal (Elbe-Urstrom) war eine gewaltige Schmelzwasserabflussrinne, die von weiteren Abflussrinnen gespeist wurde. Das übrige Land bedeckte eintönige Tundrenvegetation. Durch die ausgedehnte Vergletscherung war viel Wasser gebunden. Die damalige Küstenlinie im Westen von Schleswig-Holstein und im Norden von Niedersachsen verlief viel weiter westlich bzw. nördlich als heute.
E. Astor

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