Pro & Contra

Einführung

Auf den folgenden Internetseiten befinden sich Materialien zu Themen, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden:

  • ein Vorwissentest zum jeweiligen Thema,
  • die zentrale Fragestellung zum Thema, über das diskutiert werden soll,
  • Karten mit Argumenten der Vertreter einzelner Gruppen,
  • ein Abstimmungsmodul.

Zusätzlich finden Sie zu jedem Thema noch Literaturhinweise und Suchbegriffe für eigenständige Internetrecherchen der Schülerinnen und Schüler.

Die einzelnen Module beschäftigen sich mit folgenden Fragen:

  • Die Zahl der Reisenden in der Antarktis hat sich seit dem Jahr 2000 verdreifacht – der Trend hält an. Soll die Anzahl der Touristen, die pro Jahr in die Antarktis reisen, beschränkt werden?
  • Soll die Arktis intensiver genutzt werden?
  • Ölsand aus Alberta (Kanada) – eine vertretbare Lösung für den steigenden Weltenergiebedarf?
  • Sollte die Ausweitung des Ölpalmenanbaus auf Borneo in den nächsten Jahrzehnten vorangetrieben werden?
  • Der Sojaanbau in Amazonien: Fluch oder Segen?
  • Sind die Massentierhaltung in Feedlots und der steigende individuelle Fleischkonsum noch zu verantworten?
  • Wird das Drei-Schluchten-Projekt am Jangtsekiang nachhaltig erfolgreich sein für China?
  • Ist die Vertiefung der Elbfahrrinne für die Entwicklung des Hamburger Hafens angesichts der Risiken und Folgen vertretbar?
  • Sind riesige Hochwassertore (MOSE-Projekt) die Lösung für Venedigs Problem häufiger Überschwemmungen?
  • Dubai – durch den Tourismus auf dem Weg zu einer tragfähigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung?

 

 

Methodentraining: Pro- und Contra Diskussionen und Debatten
Bei der Methode der Pro-und-Contra-Diskussion sollen Schülerinnen und Schüler lernen, eine Thematik aus unterschiedlichen Sichtweisen zu betrachten. Argumentationen sollen zwischen den Gruppen (häufig Befürworter und Gegner) ausgetauscht werden. Dabei kommt es darauf an, fachliches Wissen sachlich richtig darzustellen und auf diese Weise die Zuhörerinnen und Zuhörer zu überzeugen. Ausgangspunkt ist jeweils eine kontroverse Fragestellung.

Pro-und-Contra-Debatten sind strenger reguliert als zum Beispiel Diskussionen. Das Ziel der Pro- bzw. Contra-Gruppen ist hier jeweils, Mehrheitsverhältnisse zu beeinflussen. Die Schülerinnen und Schüler agieren als Anwälte der von ihnen vertretenen Akteure. In Gruppenarbeit werden Argumentationsstrategien vorbereitet. Am Ende der Debatte steht jeweils eine Abstimmung. Bei einer Klassenstärke von 25 bis 30 Schülern sind jeweils 3 bis 4 Pro- bzw. Contra-Gruppen ideal.

Arbeitsschritte im Unterricht:
Die typischen Phasen einer Pro-und-Contra-Debatte sind:

 

 

  1. Vorbereitung der Debatte (in Gruppen zu den einzelnen Akteuren bzw. als Moderator).
  2. Anmoderation durch den Moderator: Die Debatte wird durch eine kurze neutrale und sachorientierte Einführung in das Thema eingeleitet und mit dem Vorstellen der kontroversen Fragestellung eröffnet.
  3. Erste Runde der Debatte: Die Plädoyers der Gruppen werden gehalten, die jeweiligen Argumente genannt und kurz erläutert.
  4. Zwischenbesprechung: Die Gruppen bereiten Entgegnungen auf die Argumente einer anderen Gruppe vor.
  5. Zweite Runde der Debatte: Die Gruppen stellen ihre Entgegnungen auf die Argumente einer anderen Gruppe im Plenum vor.
  6. Ggf. Dritte Runde der Debatte: Hier kann auf Fragen aus dem Publikum geantwortet werden.
  7. Beratungsphase: Hier wird in der Gruppe über das Abstimmungsverhalten entschieden: pro oder contra?
  8. Abstimmung: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Debatte entscheiden, ob sie die kontroverse Fragestellung mit pro oder mit contra beantworten werden.
  9. Verabschiedung durch den Moderator.

Die Plädoyers oder die Abstimmungsergebnisse Ihrer Klasse können Sie an den Westermann-Verlag zur Einstellung in die Homepage weiterleiten: E-Mail: diercke@westermann.de