Japan - Bevölkerungsdichte

Asiatisch-pazifischer Wirtschaftsraum

978-3-14-100700-8 | Seite 151 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 16.000.000
Japan | Bevölkerungsdichte | Asiatisch-pazifischer Wirtschaftsraum | Karte 151/2

Informationen

In der "Tokai-Sanyo-Region", einer sich von Tokio bis nach Kitakyushu erstreckenden Megalopolis, die auch als "Pacific Industrial Belt" bezeichnet wird, leben annähernd drei Viertel aller Japaner. Die auffällig ungleiche räumliche Verteilung der japanischen Bevölkerung wirft gravierende Probleme auf. Der Anteil der städtischen Bevölkerung beträgt derzeit 79 Prozent.

Siedlungsmuster
Aus naturgeographischen und sozio-kulturellen Gründen wurden Nordkyushu und das Gebiet von Osaka-Kioto — das historische Zentrum der japanischen Staatsentwicklung — schon frühzeitig urbanisiert und wirtschaftlich entwickelt. Die japanische Pazifik-Küstenregion weist größere Ebenen und gute Naturhäfen auf. Der Konzentrationsprozess in dieser siedlungs- und verkehrsgeographisch bevorzugten Region dauert bis heute an. Der "Pacific Industrial Belt" wächst, begünstigt durch das Hafenmolensystem, Industrieansiedlungen auf aufgeschüttetem Neuland, immer mehr zu einer lückenlosen Stadtlandschaft zusammen.
Die rund 127 Mio. Japaner (Stand 2006) leben überwiegend in den Siedlungskammern des östlichen und südöstlichen Pazifik-Küsten-Gebiets und des Inlandsee-Bereiches. Dort finden sich auf vergleichsweise engem Raum zehn der elf japanischen Millionenstädte. In der etwa 13 000 km² großen Kanto-Ebene, dem Einzugsbereich der Hauptstadt Tokio, leben heute bereits über 30 Mio. Menschen. Tokio selbst zählt rund 8 Mio. Einwohner, der Großraum Tokio beherbergt etwa 11,8 Mio. Menschen. Die Gründe für den "Stadtsog" in Japan sind, wie in zahllosen anderen Ländern auch, die besseren Berufs- und Bildungsmöglichkeiten, die höheren Löhne und eine vielfältige Auswahl an Freizeiteinrichtungen und Vergnügungsstätten.

Demographie und Altersstruktur
Betrachtet man die japanische Gesellschaft hinsichtlich ihrer Altersstruktur und demographischen Entwicklung, zeigen sich erstaunlich viele Gemeinsamkeiten zu Deutschland (vgl. Karte 74.5). Die "Urnenform" des japanischen Altersaufbaus ist, ähnlich wie in der BRD, typisch für eine überalterte und tendenziell schrumpfende Gesellschaft. Der Unterschied zwischen beiden Ländern ist, dass dieser Prozess in Japan schon etwas weiter fortgeschritten ist. Bereits im Jahre 2000 gab es in Nippon mehr über 65-Jährige (17,2 Prozent) als unter 15-Jährige (14,6 Prozent). Dieser Trend der Überalterung wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen; 2025 werden die unter 15-Jährigen nach den gegenwärtigen Projektionen nur noch 12,5 Prozent der Bevölkerung stellen, während der Anteil der über 65-Jährigen auf 29,1 Prozent steigen wird.
H. Wüst

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Animation: Pazifikraum - Seebeben & Tsunami - Japan 2011

In dieser Animation wird der Verlauf und die Wellenhöhe des Tsunamis nach dem Beben vom 11.03.2011 gezeigt. Die Daten beruhen auf Vorhersagewerten der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) nach dem Erdbeben vom 11. März 2011.
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Auswirkungen des Erdbebens in Japan vom 11.03.2011 im Satellitenbild

Dieses interaktive Satellitenbild zeigt die Auswirkungen des Erdbebens und Tsunamis in Japan vom 11.03.2011 in der Bucht von Rikuzentakata. Das Satellitenbild, das die Bucht vor dem Erdbeben zeigt, wurde am 10.09.2010 aufgenommen.
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Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung Japans 1995-2025

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Bevölkerung, Beschäftigung und Erwerbsquote in Japan 1955-2020

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Bevölkerungspyramide Japans der Jahre 1950, 2000 und 2050 im Vergleich

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Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen und Bruttoinlandsprodukt je Einwohner

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